Das vierte Symposium der Internationalen Hochschule Liebenzell wird am 27./28. April 2018 stattfinden und sich mit dem Thema befassen: „Europa, wie hältst du's mit der Religion? Zum Verhältnis von Gesellschaft und Religion.“

Im öffentlichen Diskurs wird der Verweis der Religion in den Bereich des Privaten vermehrt kritisch hinterfragt, und zwar nicht nur von Seiten des Islam. Religion sei zwar eine „höchst persönliche Sache“, aber eben nicht „Privatsache“, die vom Staat ins „stille Kämmerlein“ verbannt werden dürfe (so der EKD Ratsvorsitzende Bedford-Strohm in einem Beitrag in der ZEIT im August 2016).1 Auch der Berliner Religions- und Missionswissenschaftler Andreas Feldtkeller spricht sich für eine Neuorientierung aus im Blick auf die Rolle der Religion im öffentlichen Leben. Er plädiert dafür, dass Angehörige unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Traditionen die „Grundgegebenheiten des Mensch-Seins“ und deren Bedeutung für das öffentliche Interesse gemeinsam vereinbaren müssen.2

Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen des vierten IHL Symposiums die Verhältnisbestimmung von Religion und Gesellschaft kritisch bedenken.  Nähere Informationen zu den Referenten und dem Tagungsprogramm werden auf dieser Website rechtzeitig veröffentlicht.

FN1:  Heinrich Bedford-Strohm: „Was darf Religion? Wenn Terroristen sich auf Gott berufen, wächst Skepsis gegenüber dem Glauben. Was zu tun ist“, in: DIE ZEIT 33 (4.8.2016), 48.

FN2: Andreas Feldtkeller: „Warum denn Religion? Eine Begründung“, Gütersloh 2006, 33.