Pressemitteilung: “Da kann man nur staunen, staunen”

Über 120 Studierende musizieren an zwei Abenden

BAD LIEBENZELL. Der mit 120 Studierenden „größte Adventschor in der Geschichte der Adventskonzerte“ der Liebenzeller Mission und ihrer beiden Ausbildungsstätten, der Internationalen Hochschule Liebenzell und der Interkulturellen Theologischen Akademie, so der Moderator des Abends Prof. Dr. Jürgen Schuster, nahm das Publikum bei den diesjährigen zwei Konzertabenden im Missions- und Schulungszentrum und im Spiegelsaal des Kurhauses in Bad Liebenzell mit auf eine Reise des Staunens. In einer Mischung aus zeitgenössischen Liedern, traditionellen Adventschorälen, und dem lateinischen Gloria, arrangiert in afro-karibischem Stil, erzählte der Chor von dem staunenswerten Ereignis der Ankunft Jesu auf Erden.

Bezirkskantor Attila Kalman. Foto: IHL/Reinhardt, 2015.

Bezirkskantor Attila Kalman. Foto: IHL/Reinhardt, 2015.

Auch dieses Jahr wurde der Liebenzeller Hochschulchor “klangcoerper” wieder durch das Streicherensemble, unter der Leitung der Studentin Lydia Häfele, sowie dem Blechbläserensemble „blechcoerper“, unter Leitung des Studenten Herrmann Stamm, mit Instrumentalstücken sowie der Begleitung des Chores unterstützt. Der Männerchor, unter Leitung des Studenten Josia Haupt, trumpfte wieder mit einer gesungenen Psalmengregorianik zum Advent sowie dem als Marsch arrangierten, traditionell englischen Weihnachtslied “God rest you, merry Gentlemen” auf.

Das Motto der Abende „Staunen. Gott will bei uns Menschen sein.“ zog sich wie ein roter Faden durch die musikalischen und literarischen Beiträge der Konzerte. Prof. Dr. Harald Jung, Professor für Ethik und Soziallehre der Internationalen Hochschule Liebenzell, forderte die Zuschauer in seiner Kurzpredigt heraus, neu darüber nachzudenken, was uns noch zum Staunen bringt. Anhand verschiedener Lebensgeschichten und schließlich der großen Erwartungshaltung der drei Weisen aus dem Orient weckte der Professor das Bewusstsein für Gottes Wunsch nach Begegnung und Gemeinschaft mit uns Menschen ganz neu. An Weihnachten zeigt Gott, dass er trotz seiner Herrlichkeit und Größe „nicht Applaus“, sondern unser Herz sucht, selbst „Kind und Knecht wird“, und jedem Einzelnen begegnen möchte, „wo wir glanzlos sind“. Das, so der Dozent, „berührt, lässt staunen!“

Der Liebenzeller Hochschulchor „klangcoeper“ unter der Leitung des Leonberger Bezirkskantors Attila Kalman entließ die Zuschauer mit einer doppelten Zugabe mit dem Mottolied „Staunen“, gefolgt von einem authentisch gesungenen „Let’s praise the Lord“, bei dem das Publikum den Sängerinnen und Sängern abspüren konnte, dass dieser Lobpreis von Herzen kam.

Ehrengäste und IHL-Vertreter. Foto: IHL/Reinhardt, 2015.

Ehrengäste und IHL-Vertreter. Foto: IHL/Reinhardt, 2015.

Auch in diesem Jahr waren wieder Ehrengäste unter den Besucherinnen und Besuchern des Konzertabends am Montag. Die Liebenzeller Mission und ihre beiden Ausbildungsstätten nutzten den Anlass der Adventskonzerts am Montagabend, um Menschen zu danken, die sich in den letzten Monaten unermüdlich für die Arbeit mit Flüchtlingen eingesetzt haben. So waren der Erste Landesbeamte des Landkreises Calw, Herr Dr. Frank Wiehe, sowie Mitglieder der Arbeitskreise Asyl Bad Liebenzell, Bad Wildbad und Haiterbach unter den geladenen Gästen. Ein Dank galt an dem Abend ebenso den weiteren Ehrengästen Herrn Samanian und Herr Shams, die aufgrund ihrer Tätigkeiten für die Bundeswehr in Afghanistan und das dortige Bundespolizei-Projekt nach Drohungen der Taliban mit ihren Familien nach Deutschland flohen. Die über 800 Besucherinnen und Besucher an dem ersten Konzertabend würdigten das Engagement all dieser Menschen mit einem starken Applaus.

Die Spenden an diesen beiden Abenden kommen befreundeten Ausbildungsstätten in Übersee zugute.

Der Abdruck ist honorarfrei.

 

Text: Kathrin Pohl, Lucas Wehner.