M.A. Integrative Beratung

Der „Aufbauende“

Die IHL hat ihren M.A.-Studiengang Systemische Beratung weiterentwickelt zu einem M.A. Integrative Beratung.

Eine wesentliche Aufgabe des Studiengangs besteht in der Vermittlung wirksamer Beratungskonzepte aus verschiedenen Verfahrenshintergründen. Studierende bekommen dadurch ein breit gefächertes Angebot für die vertiefte Auseinandersetzung und für konkrete und persönliche Erfahrungen mit einzelnen Konzepten. Sie können diese auf wissenschaftlicher/theoretischer Ebene reflektieren und in der Beratung adäquat einsetzen und anwenden.

Integrative Beratung

Der Begriff Integrativ hat in unserer Konzeption verschiedene Bedeutungsebenen:

1. Menschenbild

Wir übernehmen eine ganzheitliche Sicht, bei der spirituell-religiöse, psychisch-seelische und medizinisch-biologische Wirklichkeiten vertreten werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer „Integration“ dieser Aspekte zu einer Entität, die über eine monistische oder dualistische Sichtweise hinausreicht: Eine wesentliche Zielrichtung der beraterischen Arbeit liegt darin, Kontakt zwischen diesen verschiedenen Aspekten herzustellen.

2. Methodischer Aspekt

Integrativ drückt in der aktuellen beratungswissenschaftlichen und psychotherapeutischen Diskussion die Entwicklung aus, die unterschiedlichen Schulen und Verfahren (allen voran die vier großen Schulen der tiefenpsychologischen, humanistischen, verhaltenstherapeutischen und systemischen Ansätze) nicht gegeneinander auszuspielen, sondern situations- und kontextspezifisch zu integrieren. Diese Entwicklung zu einer professionellen Beratung entspricht auch dem Trend, den der Gesetzgeber und Berufsverbände anstreben.

3. Zwischenmenschliche Haltung und Werte

„Integrativ“ formuliert eine Qualität und Haltung, in der es um Öffnung und Wertschätzung geht – im Gegensatz zu einer Bewegung des Ausschließens, Separierens, Trennens oder Abwertens. Eine echte wertschätzende Offenheit für Begegnung mit fremden Lebensstilen, Denkweisen, gesellschaftlichen Milieus, Kulturen und Religionen setzt eine eigene integrierte Identität voraus.

4. Persönliche Identität

Die Integration innerer Persönlichkeitsanteile (im Gegensatz zur Abspaltung) ist ein wesentliches Ziel von Beratung und Seelsorge. „Kohärenz“ (medizinisch-präventiv), „Kongruenz“ (psychisch-persönlich) und „Heil-Heiligung“ (spirituell) sind Beispiele für solche intrapsychisch integrativen Konzepte, die zum Tragen kommen.

Insgesamt gesehen ist „Integrative Beratung“ ein Beratungsansatz, der

  • christlichen Glauben und sozialwissenschaftliche Beratungsansätze integriert;
  • westlich geprägte sozialwissenschaftlich fundierte Beratungsansätze in multikulturellen Kontexten zu integrieren sucht;
  • interpersonelle und intrapersonelle Integration als Beratungsziel definiert.

Berufsbild

Professionelle Beratung ist zu einem unverzichtbaren Instrument der Lebens- und Aufgabenbewältigung geworden. Der M.A.-Studiengang bildet für folgende Handlungsfelder und Tätigkeiten in unterschiedlichen Kontexten aus:

  • Paar- und Familienberatung
  • Lebensberatung
  • Konfliktberatung
  • Beratung in Lebens- und Glaubenskrisen
  • Mitarbeiterförderung und –entwicklung in Institutionen, Unternehmen, Organisationen und Verbänden

Außerdem trägt das Studium zu Verbesserung der Softskills und zur Persönlichkeitsentwicklung in bereits praktizierten Berufen oder im Ehrenamt bei.

Im Gegensatz zu zertifizierten Ausbildungen in Integrativer Beratung erlaubt der akademische Grad Master of Arts in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes sowie in kirchlichen Einrichtungen die Übernahme einer leitenden Funktion. Des Weiteren ist ein Masterabschluss Voraussetzung für ein Promotionsstudium und die damit verbundenen Möglichkeiten für wissenschaftliches Arbeiten.

Welche Berufsoptionen gibt es mit Studiengängen der IHL? – Hier ist eine Übersicht

Darum Studium der Beratung...

„Ich studiere gerne Beratung, weil ich Freude daran habe, Menschen kompetent zu begleiten – sie zu unterstützen, ihre persönlichen Ressourcen und ihr Potential zu entdecken, es zu entfalten und lernen, es zu gebrauchen. Dabei möchte ich Wegbegleiter und Impulsgeber sein. Ich möchte Menschen helfen, einen weiteren Handlungsspielraum für ihre individuelle Situation zu finden. Die IHL bietet in diesem attraktiven Studiengang neben fachlich kompetenten Dozenten und einem staatlich anerkannten Abschluss viele praktische und relevante Methoden, um ein umfangreiches Handwerkszeug für Beratung zu erlernen und darüber hinaus, sich selbst zu entfalten und dialogfähig zu werden.“

“ – Elias Heidt, Student (Jugendreferent in der Ev. Landeskirche Württemberg, Horrheim)

Dozierende

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Studiengangsleiter:
Prof. Dr. Ulrich Giesekus

Gastdozierende

Hans Brunner

Hans Brunner

Dipl. Physiker, Gymnasiallehrer im Ruhestand; Freiberuflicher Berater für Einzelne und Nonprofit-Organisationen, Geschäftsführer in der Erwachsenenbildung;

Weiterbildung in Transaktionsanalyse mit internationaler Prüfung, Gründungsmitglied des Eric Berne Institut (EBI) in Zürich; Projekte im Bereich Systemtheorie mit Josef Heck, Ingolstadt am istob-Zentrum München;

Veröffentlichungen (gemeinsam mit Josef Heck):

  • Triff eine Entscheidung! Das Arbeitsbuch zum Konflikt-Lösungs-Modell in Beratung, Mediation und Therapie, Göttingen 2016.
  • Konflikt und Entscheidung. Zur Lösung psychischer und sozialer Konflikte. In: Familiendynamik, Heft 3/2017, 208-219; Zur Lösung psychischer und sozialer Konflikte in der Arbeitswelt. Konfliktdynamik, 3/2017, 204-217.

Gastdozent gemeinsam mit Josef Heck zum Thema Konflikt-Lösungs-Modell.

Dr. rer. nat. Dietmar Czycholl

Dr. rer. nat. Dietmar Czycholl

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor BDP, Fachpsychologe für Verkehrspsychologie BDP in eigener Praxis.

Langjähriger Gesamtleiter der Fachklinik Hohenrodt, anschließend des Zentrums I der Drogenhilfe Tübingen, seit 2003 Leiter des Instituts „FTK – Fortbildung transkulturell“ Freudenstadt. Verschiedene Lehraufträge, Veröffentlichungen;

Gastdozent zum Thema Migration, Kultursensibilität, Interkulturelle Kompetenz

Dr. psych. Sonja Friedrich-Killinger

Dr. psych. Sonja Friedrich-Killinger

Jahrgang 1966, verheiratet, 1 Kind,

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Zusatzausbildung Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche; Fellow bei AGER (Arbeitsgruppe empirische Religionsforschung), Universität Bern (CH); zertifizierte Wohn- und Architekturpsychologin, Österreichische Akademie für Psychologie (AAP), Wien;

Forschungsschwerpunkte:

  • Zwischenmenschliche Bindung, Gottesbindung und Psychotherapie; aktuell: Online-Studie zur Validierung eines deutschsprachigen Instrumentes zur Erhebung der Gottesbindung.

Veröffentlichungen:

  • Die Bindungsbeziehung zu Gott. Ein dynamischer Wirkfaktor in der Therapie? Hamburg 2014;
  • Verschiedene Artikel zum Thema Bindung, zuletzt: Lebensqualität durch Bindungssicherheit – einfach göttlich. In: P&S, Magazin für Psychotherapie und Seelsorge, Heft 2/2018;

Gastdozentin zum Thema Frühkindliche Bindung, Partner- Gottesbindung; Psychische Gesundheit;

Josef Heck

Josef Heck

Dipl. Psychologe, Dipl. Theologe, Psychologischer Psychotherapeut, Fachpsychologe für Psychiatrie in eigener Praxis; Lehrtherapeut und Lehrender Supervisor (SG); Lehrtrainer des istob-Zentrums München;

Veröffentlichungen (gemeinsam mit Hans Brunner):

  • Triff eine Entscheidung! Das Arbeitsbuch zum Konflikt-Lösungs-Modell in Beratung, Mediation und Therapie, Göttingen 2016;
  • Konflikt und Entscheidung. Zur Lösung psychischer und sozialer Konflikte. In: Familiendynamik, Heft 3/2017, 208-219; Zur Lösung psychischer und sozialer Konflikte in der Arbeitswelt. Konfliktdynamik, 3/2017, 204-217;

Gastdozent gemeinsam mit Hans Brunner zum Thema Konflikt-Lösungs-Modell.

Hans Jellouschek

Hans Jellouschek

Dr. theol. Lic. phil., Jahrgang 1939, verheiratet, 2 Töchter.

Lehrtherapeut für Transaktionsanalyse und Systemisch-integrative Paartherapie. Leitet zusammen mit seiner Frau Bettina eine Psychotherapie- und Fortbildungspraxis mit Schwerpunkt Paartherapie. Langjährig in der Fort- und Weiterbildung tätig.

Veröffentlichungen:

  • zahlreiche Bücher über Paarbeziehungen, zuletzt: Trennungsschmerz und Neubeginn, Freiburg 2017; Der Schlüssel zur Treue, Freiburg 2016; Familie werden – Paar bleiben, zusammen mit Bettina Jellouschek-Otto, Bern 2014;

Gastdozent zum Thema: Einführung in die systemisch-integrative Paartherapie.

Doris Möser-Schmidt

Doris Möser-Schmidt

Dipl. Psychologin, Dipl. Diakoniewissenschaftlerin;

Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie (HPG), Trainerin für Schlüsselqualifikationen (BGW), Trainerin „Palliative Praxis“ (Robert Bosch-Stiftung), Systemische Paar- und Familientherapeutin (IF Weinheim);

Vorstandsmitglied der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge, Mitglied im Leitungskreis Christliches Mentoringnetzwerk (cMn);

Gastdozentin zum Thema: Aufstellungstechniken für Systeme.

Dr. Ing. Alfred Odendahl

Dr. Ing. Alfred Odendahl

Jahrgang 1946, verheiratet, 3 Kinder

  • Studium der Elektrischen Energietechnik
  • 1978: Promotion an der TH Aachen
  • 1978: Oberingenieur an der TH Aachen.
  • 1980 – 2014: Robert Bosch GmbH mit Abteilungsleitung, Entwicklungsleitung, verschiedene Geschäftsleitungen und Vorsitzender des Bereichsvorstandes (ab 1999). Ab 2003 Direktor der Robert Bosch GmbH; ab 2009 Geschäftsführer der Bosch Management Support GmbH, seit 2014 Seniorexperte;

Er lehrt das Teilmodul „Beratung zur Führungs- und Organisationsentwicklung“ (AIB 6).

Dr. med. Matthias Samlow

Dr. med. Matthias Samlow

Jahrgang 1956, verheiratet, 3 Kinder

Nach Krankenpflegeausbildung Studium der Humanmedizin in Essen und Hannover. Dissertation zum Thema „Seelische Verarbeitungsweisen bei Schwangerschaftsabbruch“. Promotionsbegleitendes Studium der Philosophie an der Universität Hannover.

Psychotherapeutische Ausbildung in der Existenzanalyse und Logotherapie in Wien. Neurologische und psychiatrisch/tiefenpsychologische Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie in Castrop-Rauxel und an der Ruhruniversität Bochum. Verhaltenstherapeutische Ausbildung.

1998 – 2000 Ärztlicher Leiter des Sanatoriums für Psychotherapie und Seelsorge in Freudenstadt. Seit April 2001 privatärztliche Niederlassung, seit 2009 kassenärztliche Praxis in Stuttgart. Dozententätigkeit und Lehraufträge an verschiedenen Bildungseinrichtungen.

Er lehrt das Teilmodul „Biologische und medizinische Aspekte der Beratung“ (GIB 3).

Dr. phil. Maja Storch

Dr. phil. Maja Storch

Diplom Psychologin, Psychoanalytikerin;

Inhaberin und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ). Arbeitsschwerpunkte: Motivation, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstmanagement, Ressourcenaktivierung, Training und Coaching.

Entwicklerin des wiss. fundierten Selbstmanagement-Trainings Zürcher Ressourcen Modell (ZRM, gemeinsam mit Dr. Frank Krause).

Veröffentlichungen:

  • Herausgeberin der ZRM-Bibliothek im Hogrefe Verlag. Zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen, zuletzt:
  • Selbstmanagement – ressourcenorientiert: Grundlagen und Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM), gemeinsam mit Frank Krause, Götingen 2017;
  • Embodiment: Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen, gemeinsam mit WolfgangTschacher, Gerald Hüther, Benita Cantieni, Göttingen 2017;

Gastdozentin zum Thema Zürcher Ressourcen-Modell.

Rahmenbedingungen

Der Master-Studiengang Integrative Beratung ist berufsbegleitend für eine Studiendauer von fünf Semestern konzipiert. Er kann auch als Vollzeitstudium in drei Semestern studiert werden.

Er bietet ein eigenständiges Hochschul-Studium mit praktischer Fundierung und führt zum akademischen Grad „Master of Arts in Integrativer Beratung“.

Einen ersten Überblick über den Studiengang bietet der Modulplan, den Sie hier herunterladen können.

Aufbau des Studiengangs

Das Studium ist in vier Modulen konzipiert:

  1. Grundlagen Integrativer Beratung
  2. Methoden der Sozialforschung
  3. Beratungsmethoden
  4. Anwendungsfelder Integrativer Beratung

Hinzu kommen die Masterarbeit sowie die studienbegleitende Supervision. Der Gesamtumfang von 90 ECTS-Punkten umfasst die Anwesenheit bei den Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitungszeiten, Erstellen der Leistungsnachweise und der Masterarbeit sowie die Supervision.

Das Modulhandbuch zum M.A. Integrative Beratung können Sie hier herunterladen.

Den aktuellen Terminplan können Sie hier herunterladen.

Zugangsvoraussetzungen

Eine Zulassung zum Studium ist mit einem Bachelor, Diplom- oder höherwertigen Abschluss, möglichst im Bereich der Sozial-, Human- oder Geisteswissenschaften, möglich. Dabei müssen auch Grundkompetenzen in quantitativer und qualitativer Sozialforschung erworben worden sein. Fehlt der entsprechende Nachweis, kann er an der IHL nachgeholt werden. Des Weiteren wird eine mindestens dreijährige Berufspraxis vorausgesetzt. Von der Einschlägigkeit des Studiums kann abgesehen werden, wenn bei der Berufstätigkeit gleichwertige beratungsrelevante Kompetenzen und Fähigkeiten erworben wurden.
Eine weitere Voraussetzung für das Studium ist die persönliche Eignung für eine beratende Berufstätigkeit.

Ferner erwartet die IHL als eine christlich geprägte Hochschule von den Bewerbern/Bewerberinnen ein Bekenntnis zum christlichen Glauben.

Es stehen jedes Studienjahr 20 Studienplätze jeweils zum Wintersemester zur Verfügung.

Studienort

Der Präsenzunterricht findet in der Internationalen Hochschule Liebenzell in Bad Liebenzell statt. Dort stehen gut ausgerüstete Seminarräume zu Verfügung. Für die Unterkunft empfehlen wir die Christlichen Gästehäuser Monbachtal.

Zum Lageplan des IHL-Campus.

Kosten

Die Semestergebühren für ordentliche Master-Studierende setzen sich wie folgt zusammen:

  • Verwaltungsgebühr (je Semester): 110,00 €
  • Studiengebühr (je ECTS-Punkt): 100,00 €

In der Regel wird die Studiengebühr je Modul in Rechnung gestellt.

Die Kosten für die studienbegleitende Supervision (entspricht 10 ECTS-Punkten) fallen separat bei den Supervisoren an.

Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen stehen hier zum Download bereit: Bewerbungsbogen

Die Bewerbungsfrist endet jeweils am 30. April für das kommende Wintersemester. Grundsätzlich ermutigen wir zu Bewerbungen auch nach dem 30. April, da im Falle eines freien Studienplatzes dieser noch vergeben werden kann.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung per Post an das IHL-Sekretariat oder per E-Mail an Eva-Maria Hengel, Sekretariat.

Wollen Sie mehr wissen?

Bekommen Sie einen ganz persönlichen Einblick in den Studiengang am Mittwoch, 21. November 2018, um 18.00 Uhr im Missions- und Schulungszentrum, Raum 450, Heinrich-Coerper-Weg 11, D-75378 Bad Liebenzell.

Kontakt

Internationale Hochschule Liebenzell
Heinrich-Coerper-Weg 11
D-75378 Bad Liebenzell

2015-11_JonasPötz_IHL.SL.MASYB.EMHengel_02.1Sekretariat Masterstudiengang „Integrative Beratung“
Eva-Maria Hengel
T: 07052.17.292
E: Eva-Maria.Hengel@ihl.eu