Europa, wie hältst du’s mit der Religion? Zum Verhältnis von Religion und Gesellschaft

Ein Symposium des LIMRIS-Instituts

Im öffentlichen Diskurs wird der Verweis der Religion in den Bereich des Privaten wieder vermehrt kritisch hinterfragt, und zwar nicht nur von Seiten des Islam. Religion sei zwar eine „höchst persönliche Sache“, aber eben nicht „Privatsache“, die vom Staat ins „stille Kämmerlein“ verbannt werden dürfe (so der EKD Ratsvorsitzende Bedford-Strohm in einem Beitrag in der ZEIT im August 2016). Auch der Berliner Religions- und Missionswissenschaftler Andreas Feldtkeller spricht sich für eine Neuorientierung aus im Blick auf die Rolle der Religion im öffentlichen Leben. Er plädiert dafür, dass Angehörige unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Traditionen die „Grundgegebenheiten des Mensch-Seins“ und deren Bedeutung für das öffentliche Interesse gemeinsam vereinbaren („Warum denn Religion?“, 2006, 33). Vor diesem Hintergrund werden wir im Rahmen des vierten IHL Symposiums die Verhältnisbestimmung von Religion und Gesellschaft in Europa bedenken.

Unterschrift Volker Gäckle

Prof. Dr. Volker Gäckle
Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell

2013_JürgenSchuster_Unterschrift

Prof. Dr. Jürgen Schuster,
Leiter des LIMRIS-Instituts